Bellicum Montanum

Stadt Landau


Das Waldeckische Staedtchen Landau ist auf einem sued noerdlich gestreckten Huegel an der Strasse Wolfhagen Arolsen gelegen.Im 13.Jahrhundert wurde in der Gegend eine Burg erbaut und in deren Naehe entstand die erste Siedlung. Schon 1294 besass der Ort Stadtrechte und bald darauf auch ein Stadtwappen. Dies zeigt in gelbgoldenem Felde drei weisse Tuerme in einer weissen Ringmauer. 3 Waldecker Sterne kroenen die Tuerme.

Der Schlussstein des Mitteljoches in der im 13. bis 14. Jahrhundert erbauten Hallenkirche stellt das Wappen dar, mit der Umschrift "Insignia civitates Landawe "1579". Die erwaehnte Burg entstand 1366 neu und wurde 1549 zu einem Schloss umgebaut, welches dann vom Waldeckschen Grafen bewohnt wurde. Seit 1933 war das Schloss Sitz der kurhessischen Bauernschule. Heute ist es zu einem Altenheim umgebaut worden. 1425 entstand ein zweiter Burgsitz, das jetzige Buergerhaus.

1563 wurde das heute noch vorhandene Torhaus erbaut. Die Stadt Landau war Sitz eines Amtes, Gerichtes und Freistuhles. Der Freistuhl bestand bis um 1500. Die Stadtbefestigung wurde um 1300 angelegt und hatte ein Ober und ein Untertor und Burgzugangstore. Reste dieser Befestigung ist noch vorhanden

Landau ist weit über die Grenzen Arolsens für seine Wasserkunst bekannt. In 1534 erhielt der Schmied Bartolomeus Klein den Auftrag, eine Wasserleitung zu bauen, damit das Wasser im Marktkump ständig sprudelt.

Klein verlegte eine Wasserleitung vom Markt bis ins Wattertal, baute dort eine Pumpe, die durch ein Wasserrad angetrieben wurde. Die über Jahrhunderte erhalten gebliebenen technischen Bauwerke beeindrucken noch heute die vielen Besucher. Im gesamten Altstadtbereich sind wunderschöne und wohlerhaltene Fachwerkbauten zu besichtigen.

Abschrift der Niederschrift zu Landau Hans Nagel,Kassel


                                                                            www.f-wolter.de